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Was ist ein MVP? - Minimal Viable Products

Wie Start Ups und kleinere Unternehmen von MVPs profitieren

Hinter dem Begriff MVP (Minimum Viable Product) verbirgt sich eine vor allem bei der Entwicklung von Software häufig verwendete Methode, bei der ein Produkt mit minimalem Funktionsumfang ausgestattet und auf dessen Markttauglichkeit getestet wird.Anders als bei Prototypen, die in der Regel lediglich einen Proof of Concept liefern, werden in einem MVP jene Kernfunktionen implementiert und getestet, die die grundlegenden Bedürfnisse der User erfüllen. Ein Auto muss schließlich fahren, bevor man die automatische Einparkhilfe benutzen kann.

So wird vermieden, dass Unternehmen viel Zeit und Geld in die Entwicklung einer App investieren, nur um hinterher festzustellen: Wir haben ein tolles Podukt, aber niemand kann es gebrauchen. Damit geraten MVPs verstärkt in den Fokus von Start Ups und kleinen Unternehmen, bei denen Planbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit ohnehin einen hohen Stellenwert einnehmen.
 

Wo liegen die Vorteile von MVPs für Start Ups?

Oft werden Apps über einen langen Zeitraum entwickelt und in unzähligen Iterationen optimiert, bis das scheinbar fertige Produkt alle Anforderungen erfüllt und veröffentlicht werden kann. Insbesondere wenn es keine vergleichbaren Erfahrungswerte oder Kennzahlen von Mitbewerbern am Markt gibt, tritt dann nicht selten der Worst Case ein. Es mangelt an Bedarf und Interesse der Zielgruppe, die Idee ist gescheitert und der Aufwand für den kompletten Entwicklungsprozess veschwendet.

Bei der Entwicklung von MVPs dagegen wird der Ansatz verfolgt, Anwendungen zunächst mit einer begrenzten Anzahl an funktionsfähigen Initialfeatures auszustatten, um so in möglichst kurzer Zeit, mit minimalem Risiko und mit überschaubaren Mitteln zum ersten Etappenziel zu gelangen. Aus einer umfangreichen Auswertung des Nutzer-Feedbacks und Analyse der Nutzerstatistiken lassen sich dann Rückschlüsse ziehen, ob und wie MVP weiterentwickelt werden kann.

Durch dieses Vorgehen können Kostenrisiken siginifikant reduziert, Chancen am Markt besser eingeordnet und das Produkt im weiteren Verlauf noch besser an die Zielgruppe zugeschnitten werden.
 

Entwicklungsprozess eines MVP

Die Entwicklung eines Minimum Viable Products basiert im Grunde auf dem agilen Build-Measure-Learn Prinzip. Das bedeutet, in mehreren iterativen Zyklen werden neue Funktionen implementiert, das Produkt an der Zielgrupper getestet und aus der Auswertung der Daten Informationen für den weiteren Pozess gewonnen. 

Übertragen auf die Entwicklung von Software bedeutet dies, dass schon am Ende des ersten Zyklus eine vollwertige App steht, die nicht nur funktional, sondern gleichzeitig auch intuitiv zu bedienen und ansprechend ist.

1. Festlegung der Uses Cases: Welche Probleme der Zielgruppe muss das MVP lösen und welche Bedürfnisse erfüllen?
2. Priorisierung Features: Welche Features sind zwingend für die Erstellung eines MVP erforderlich?
3. Technische Realisierung des MVP
4. Veröffentlichung und Testen des MVP
5. Auswertung von Feedback und Nutzer-Statistik
6. Abhängig vom Ergebnis der Auswertung wird der MVP weiterentwickelt oder veworfen

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